Dispozinsen verbleiben auf hohem Niveau

Das Überziehen ihres Girokontos kommt viele deutsche Verbraucher nach wie vor teuer zu stehen. Denn zwar haben einige deutsche Kreditinstitute im Anschluss an die kritischen Worte eines großen Verbraucherportals ihre Dispozinsen ein wenig nach unten korrigiert, doch bei den meisten Banken und Finanzinstituten verblieben die Zinsen für das Überziehen des Girokontos nach geringfügigen Absenkungen um vielfach weniger als ein Prozent auf nach wie vor hohem Niveau. Auch für Studenten ist es nach wie vor teuer, das Dispo des eigenen Kontos in Anspruch zu nehmen.

Dispo nur wenig günstiger

Die Mehrheit der deutschen Bankkunden kommt beim Überziehen ihres Bankkontos noch immer alles andere als günstig weg. Wer bei einem deutschen Kreditinstitut sein Girokonto überzieht, muss im Durchschnitt nahezu elf Prozent Zinsen dafür berappen. Damit verbleiben die derzeitigen Dispozinsen in etwa auf Vorjahresniveau.

Im Schnitt hebt jeder sechste deutsche Bankkunde von Zeit zu Zeit mehr Geld ab, als auf seinem Girokonto gutgeschrieben ist. Bei Zinsen von bis zu 13 Prozent erweist sich der Dispozins als ein durchaus annehmbares Nebengeschäft für die Banken.

Referenzwert-Koppelung gesetzlich vorgeschrieben

Doch damit nicht genug: einige Kreditinstitute haben im vergangen Jahr ihre Dispozinsen sogar noch erhöht. Hierfür können sie in viele Fällen nicht einmal abgestraft werden, da deutsche Banken laut einem seit Juni 2010 geltenden Gesetz ihre Dispozinssätze an einen Referenzwert koppeln müssen. Dementsprechend haben einige Banken ihren Dispozins an einen festen Referenzwert gebunden. Sie richten die Höhe ihrer Dispozinsen danach aus, wie hoch oder niedrig dieser Referenzwert ausfällt.

Eine Stellungsnahme zu “Dispozinsen verbleiben auf hohem Niveau”

  1. EInerseits muss ich sagen, wer überzieht kann auch nicht mit seinem Geld umgehen, denn im Grunde sollte man sich daran gewöhnen, nur das auszugeben, was man eben auch zur Verfügung hat. Gleichzeitig sind 11% aber auch ganz schön heftig, gerade wenn es evtl. nur um ein paar Euro geht und nicht gleich um hunderte. Ich fände da eine Staffelung weitaus fairer.