Betrug mit manipulierten Geldkarten

In der Bundesrepublik gibt es immer mehr Fälle des so genannten Skimmings. Es handelt sich dabei um Straftaten, bei denen die Täter gezielt Geldautomaten in Banken manipulieren und auf diese Weise EC-Karteninformationen ihrer Opfer ausspionieren. Anschließend leeren sie die Konten der Betroffenen. Laut neuester Statistik des Bundeskriminalamts entstand 2009 in der Bundesrepublik durch Skimming ein Gesamtschaden von rund 40 Millionen Euro.

Insgesamt 964 Geldautomaten wurden im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik manipuliert. Die Täter installierten an den betroffenen Automaten Mini-Kameras und ähnliches, um an die Kontodaten ahnungsloser Bankkunden zu gelangen und im Anschluss ihr Guthaben zu erbeuten. Im Vergleich zu 2008 haben die Fälle von Skimming im vergangenen Jahr um 20 Prozent zugelegt.

Die meisten Betrugsfälle gab es in Nordrhein-Westfalen. 2009 wurden hier insgesamt 661 Geldautomaten manipuliert. Auf dem zweiten Platz der Statistik kam Berlin mit insgesamt 363 Fällen von Manipulation.

Die Beamten des BKA gehen jedoch von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus. Viele Banken zeigen derartige Delikte nicht an, um ihr Image nicht zu gefährden.

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