Datenmissbrauch bei der Postbank?

Ein neuer Fall von möglichem Datenmissbrauch erzürnt die Verbraucher. So soll es bei der Postbank eine Weitergabe von Kundedaten an freie Handelsvertreter ohne Erlaubnis der Kunden geben haben. Die Vorwürfe stammen von der Stiftung Warentest, sie beschuldigt die Postbank außerdem noch, dass sie so versucht habe den Verkauf ihrer Produkte zu fördern.
Die Postbank hingegen sieht sich keiner Schuld bewusst  und beteuert die freien Handelsvertreter seien gar keine freien Handelsvertreter, sondern Finanzberater, die die Daten der Kunden im Auftrag der Postbank genutzt haben. Sollte es sich wirklich um von der Postbank beauftragte Finanzberater handeln kann man der Postbank keinen Vorwurf machen, weil dann die Nutzung der Kundendaten Bestandteil des Vertrags ist. Außerdem betont die Postbank, das es nicht möglich ist die Kundendaten einfach herunterzuladen.
Möglich ist jedoch über die Eingabe von Name und Geburtsdatum in die Unternehmensdatenbank einiges über den jeweiligen Kunden zu erfahren, wie zum Beispiel die Vermögenslage aussieht, wann der Kunde zuletzt Geld abgehoben hat, an wen drei Wochen zuvor 200 Euro überwiesen worden sind, usw. Ist das nicht schon Grund genug zur Aufregung fragt man sich jetzt als Kunde, aber da man heutzutage so häufig seine Daten raus gibt, ohne wirklich über mögliche Folgen nachzudenken sollte man wohl eher Ruhe bewahren.
In der Vergangenheit haben andere deutsche Unternehmen bereits gezeigt wie sie den Umgang mit den Daten ihrer Kunden handhaben. Bei der Telekom gab es 2008 beispielsweise einen Vorfall, bei dem etliche Kundendaten und die dazugehörigen Handynummern in die falschen Hände gerieten.
Auch der Vorfall bei dem der Kontakt der Manager und Aufsichtsräten zu Journalisten verfolgt wurde, brachte der Telekom nicht gerade Lob ein.
Die deutsche Bahn machte von sich reden als bekannt wurde, dass sie um mögliche Korruption zu verhindern die Daten ihrer Mitarbeiter mit den Daten der Lieferanten abglich.  
Auch in Zukunft wird es noch den ein oder anderen Datenmissbrauchs-Skandal geben, bleibt nur zu hoffen dass man nicht persönlich betroffen ist.

eine Stellungnahme schreiben