Vorsicht bei Abhebungen

In Deutschland können Bankkunden an über 51 000 Geldautomaten Geld abheben. Doch dieser Service ist nicht für jeden Bankkunden kostenlos. Einige Banken verlangen hohe Gebühren für Barabhebung an den Automaten anderer Banken, die nicht dem selben Bankenverband angehören. Um solche Gebühren zu vermeiden, sollte man sich über die Konditionen der Hausbank informieren. Gebühren für Auszahlungen variieren zwischen festgesetzten Pauschalbeträgen von 3 bis 10 Euro oder werden prozentual vom ausgezahlten Betrag mit bis zu 5 Prozent berechnet.

Direktbanken am günstigsten

Besonders praktisch sind in diesem Zusammenhang die Angebote der Direktbanken. Zum größten Teil erheben diese keine Gebühren für Abhebungen an anderen Banken. Selbst verfügen sie über wenig Automaten und betreiben keine Filialbanken, die Bankgeschäfte werden über Online-Banking, per Post oder telefonisch abgewickelt. Dank dieser Einsparungen können sie ihren Kunden den kostenlosen Service an nahezu allen Geldautomaten anbieten, auch im Ausland. Mit Einführung von TAN und iTAN sind Online-Banking-Verfahren um einiges sicherer geworden und es kommt nur selten zu Schwierigkeiten. Häufig kommen Fehlbuchungen auf falsche Konten vor, in Fällen krimineller Einwirkungen haftet in der Regel die Bank für Schäden.

VISA-Karten teurer

Nachdem die unterschiedlichen Bankenverbände uneinig bezüglich der Nutzungsrechte an ihren Banken sind, haben die Verbände Barauszahlungen mittels VISA-Karte gesperrt. Insbesondere die Sparkasse wehrt sich mit dieser Reaktion gegen die Nutzung ihrer Geräte. Inwiefern andere Bankkunden in Zukunft von der VISA-Karten-Auszahlung Gebrauch machen können, wird gerichtlich geklärt, auch das Kartellamt hat sich zu diesem Thema zugeschaltet. Daher kann an vielen Banken im Moment kein Bargeld mit diesen Karten abgehoben werden. Mit der EC-Karte kann jedoch weiterhin problemlos Geld abgehoben werden.

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